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AlphaDas Agentic AI Framework ist ein erster Vorschlag zur Diskussion. Ihr Feedback ist willkommen.

Steuerung und Verantwortung

Zielzustand

Die Behörde schafft klare Rahmenbedingungen für einen gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von KI-Agenten. Die Behördenleitung legt zusammen mit dem , dem und den Fachbereichsverantwortlichen fest, wo und in welchem Umfang KI-Agenten eingesetzt werden können und berücksichtigt neben der technischen Machbarkeit insbesondere die Eignung für agentisches Handeln aus fachlicher, rechtlicher und organisatorischer Sicht. Der zulässige wird abhängig von Risiko, Wirkung und Kritikalität der jeweiligen Aufgabe festgelegt und mit entsprechenden Anforderungen an Freigabe, Überwachung oder menschliche Beteiligung verknüpft. Für jede Delegation von auf Agenten wird zugleich festgelegt, wer für den Einsatz des Agenten, seine Überwachung, einzelne Entscheidungen und letztlich die daraus resultierenden Verwaltungshandlungen verantwortlich ist. Behörden ist das Handeln ihrer Agenten zuzurechnen.

Designprinzip 1

Zentrale Übersetzung von Regulatorik in Standards und behördenspezifische Konkretisierung

Behörden greifen, wo möglich, auf bestehende Standards, vorgefertigte Konzepte (bspw. Datenschutzkonzepte) und technische Bausteine zurück, die zentral bereitgestellt werden, und individualisieren diese dort, wo besondere fachliche oder regulatorische Anforderungen bestehen (z. B. im Anwendungskontext von kritischer Infrastruktur) oder spezifische Daten und Systeme eingebunden werden. Agentische KI kann durch ihre höhere Autonomie zusätzliche Risiken gegenüber klassischen KI-Anwendungen mit sich bringen. Entsprechend bewertet die Behörde das Risikoprofil und die damit verbundene und leitet daraus angemessene organisatorische und technische Kontrollmaßnahmen ab. Der konkrete Governance-Bedarf kann sich zwischen Behörden unterscheiden. Bei Fragen oder besonderen Anforderungen kann das unterstützen. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass relevante Rollen – insbesondere die oder der – bereits in der Frühphase der Konzeption eingebunden werden, um Governance-bezogene Fragestellungen von Anfang an mitzudenken. Für standardisierte Einsatzszenarien können Risikoprofil, sowie Kontrollmaßnahmen über den „“ () nachgenutzt werden. Gleichzeitig veröffentlicht die Behörde ihre eigenen Risikobewertungen für , um Nachnutzung zu ermöglichen.

Designprinzip 2

Kuratierung

Agenten, Modelle und Anbieter müssen anhand des jeweiligen Einsatzzwecks bewertet und ausgewählt werden. Ist ein agentischer Ansatz geeignet, werden verfügbare Agenten, Modelle und Anbieter anhand des konkreten Einsatzzwecks sowie relevanter Kriterien ausgewählt. Dabei ist insbesondere in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob bestehende Agenten nachgenutzt werden können sowie Aspekte wie Leistungsfähigkeit, Kosten und .

Designprinzip 3

Regelmäßige Anpassung der behördlichen KI-Strategie

Aufgrund der dynamischen Entwicklung des KI-Marktes überprüft und entwickelt der zusammen mit der Behördenleitung die behördliche KI-Strategie regelmäßig weiter. Ein erlaubt, relevante technologische und regulatorische Veränderungen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und bei Bedarf Vorgaben, Risikobewertungen und eingesetzte Systeme anzupassen. Dabei werden sowohl zentral bereitgestellte Informationen zu geeigneten bzw. zu vermeidenden Modellen, Anbietern und bekannten Schwachstellen als auch eigene Erkenntnisse aus dem Betrieb berücksichtigt.

Designprinzip 4

Risikoabhängiger Einsatz

Je höher die potenzielle Wirkung bzw. das Risiko einer Agentenhandlung, desto stärker kontrolliert bzw. begrenzt die Behörde dessen Autonomie und . Das Risiko eines Anwendungsfalls wird unter gemeinsamer Betrachtung von Einsatzkontext, potenzieller Wirkung und des Agenten bewertet. Dabei kann sich die Behörde an übergreifenden Standards zur Risikobestimmung bzw. orientieren und die Risikobewertung auf ihren jeweiligen Anwendungsfall zuschneiden. Maßgeblich sind dabei das des Anwendungsfalls und der des Agenten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht jeder Anwendungsfall für den Einsatz agentischer KI geeignet ist. Deterministische oder stärker kontrollierte Arbeitsabläufe können die geeignetere Lösung darstellen.

Designprinzip 5

Agentenmandat

Die Behörde führt eine regelmäßig aktualisierte Übersicht aller eingesetzten Agenten und stellt diese für die Abbildung im zentralen zur Verfügung, um Transparenz sicherzustellen. Für jeden KI-Agenten ist ein hinterlegt, das Zweck, Nutzen, fachlichen Zuständigkeitsbereich, Risikograd, , zulässige Datenquellen, erlaubte und Systeme, maximalen sowie zulässige und explizit untersagte Handlungen festlegt.

Designprinzip 6

Verantwortung bleibt bei der Behörde

Die Verantwortung für das durch agentische KI unterstützte Verwaltungshandeln verbleibt bei der Behörde. Agentische KI ist als so in Prozesse und Systeme integriert, dass Mitarbeitende Handlungen des Agenten nachvollziehen und an für den Prozess angemessen definierten Kontrollpunkten eingreifen können. Die im Kontrollprozess eingebundenen Mitarbeitenden verfügen über erforderliche Grundkompetenzen (Art. 4 ), müssen jedoch nicht alle technischen oder rechtlichen Details beherrschen. Expertenzugriff und Eskalationspfade sind sichergestellt.

Drei Formen menschlicher Aufsicht über KI-Agenten im Vergleich: Bei Human-in-Control hat der Mensch die übergeordnete Kontrolle über Rahmen, Grenzen und Eingriffsmöglichkeiten des KI-Agenten. Bei Human-in-the-Loop ist der Mensch fester Teil des Entscheidungsprozesses und gibt Ergebnisse frei. Bei Human-on-the-Loop überwacht der Mensch den Prozess und kann bei Bedarf eingreifen.

Abbildung 10: Definition und Abgrenzung der Formen menschlicher Aufsicht und Kontrolle von KI-Agenten

Fußnoten

Feedback geben

Das Framework ist ein erster Vorschlag. Ihr Feedback hilft dabei, ihn weiterzuentwickeln.

Hinweis

Ihr Feedback wird automatisch auf opencode.de veröffentlicht.

Geben Sie keine persönlichen Daten ein, zum Beispiel Name oder Adresse. Schreiben Sie so genau wie möglich, worum es Ihnen geht.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Chief AI Officer

Diese Person ist zuständig für alles, was mit KI zu tun hat. Dazu gehört:

  • festlegen, welche Ziele die Organisation mit KI erreichen will (KI-Strategie)
  • Regeln für den Umgang mit KI aufstellen (KI-Governance)
  • entscheiden, welche KI-Projekte und KI-Anwendungen die Organisation umsetzt

Die Person ist verantwortlich dafür, wie eine Organisation KI nutzt. Sie muss erklären können, was der Einsatz von KI bringt und welche Risiken er hat.

Chief Data Officer

Diese Person ist verantwortlich für alle Daten der Behörde. Sie entscheidet:

  • wie die Behörde mit ihren Daten arbeiten will (Datenstrategie)
  • welche Daten am wichtigsten sind (Kerndatensätze)
  • wie die wichtigsten Daten einheitlich aufbereitet werden, damit andere sie gut nutzen können (Datenprodukte)
  • welche Regeln es für den Umgang mit Daten gibt (Daten-Governance)

Autonomiegrad

Wie selbstständig ein KI-Agent entscheiden und handeln darf. Der Autonomiegrad gilt nicht für den ganzen KI-Agenten, sondern für einzelne Schritte in einem Arbeitsablauf. Je größer das Risiko bei einem Schritt und je schwerer ein Fehler dort rückgängig zu machen ist, desto weniger darf der KI-Agent allein tun.

Handlungsspielraum

Alles, was ein KI-Agent in einem Use Case tun darf. Dazu gehört:

  • wie selbstständig er entscheiden darf
  • welche Aufgaben und Aktionen er ausführen darf
  • auf welche Systeme und Daten er zugreifen darf

Schutzklasse

Die Schutzklasse sagt, wie streng ein KI-Agent gesichert und überwacht werden muss. Die Behörde bestimmt sie aus zwei Dingen: dem Wirkungsprofil und dem Handlungsspielraum. Je größer der mögliche Schaden und je mehr der KI-Agent darf, desto höher die Schutzklasse.

AI Transformation Office

Eine zentrale Stelle in einer Behörde, die nah an der Leitung arbeitet. Sie steuert den Einsatz von KI in der ganzen Behörde. Sie gibt zum Beispiel Standards und Methoden vor. Sie unterstützt außerdem die Fachbereiche mit Fachwissen. Für die einzelnen KI-Agenten bleiben die Fachbereiche verantwortlich.

DSB

Diese Person achtet darauf, dass eine Behörde alle Regeln zum Datenschutz einhält. Sie berät die Behörde bei Fragen dazu. Die Person arbeitet unabhängig. Jede Behörde muss sie besetzen.

Use Case

Eine Aufgabe, bei der eine Behörde KI-Agenten einsetzt oder in Zukunft einsetzen will. Zum Beispiel ein Arbeitsablauf oder ein Teil davon.

Autonomiegrad

Wie selbstständig ein KI-Agent entscheiden und handeln darf. Der Autonomiegrad gilt nicht für den ganzen KI-Agenten, sondern für einzelne Schritte in einem Arbeitsablauf. Je größer das Risiko bei einem Schritt und je schwerer ein Fehler dort rückgängig zu machen ist, desto weniger darf der KI-Agent allein tun.

MaKI

Marktplatz der KI-Möglichkeiten. Eine Online-Plattform, auf der Behörden zeigen, welche KI-Anwendungen sie nutzen oder planen. Andere Behörden finden dort Lösungen und Erfahrungen, die sie übernehmen können. So muss nicht jede Behörde alles selbst entwickeln. Zum MaKI gehört auch das KI-Transparenzregister.

MaKI

Marktplatz der KI-Möglichkeiten. Eine Online-Plattform, auf der Behörden zeigen, welche KI-Anwendungen sie nutzen oder planen. Andere Behörden finden dort Lösungen und Erfahrungen, die sie übernehmen können. So muss nicht jede Behörde alles selbst entwickeln. Zum MaKI gehört auch das KI-Transparenzregister.

Use Case

Eine Aufgabe, bei der eine Behörde KI-Agenten einsetzt oder in Zukunft einsetzen will. Zum Beispiel ein Arbeitsablauf oder ein Teil davon.

Digitale Souveränität

Die Fähigkeit eines Staates oder einer Organisation, selbst über digitale Technik zu bestimmen. Gemeint sind Software, Geräte und Daten. Digital souverän ist, wer die Kontrolle über diese Technik behält. Er ist nicht von einzelnen Anbietern abhängig und kann sie bei Bedarf wechseln.

Chief AI Officer

Diese Person ist zuständig für alles, was mit KI zu tun hat. Dazu gehört:

  • festlegen, welche Ziele die Organisation mit KI erreichen will (KI-Strategie)
  • Regeln für den Umgang mit KI aufstellen (KI-Governance)
  • entscheiden, welche KI-Projekte und KI-Anwendungen die Organisation umsetzt

Die Person ist verantwortlich dafür, wie eine Organisation KI nutzt. Sie muss erklären können, was der Einsatz von KI bringt und welche Risiken er hat.

Scouting- und Aktualisierungsprozess

Ablauf, mit dem eine Behörde regelmäßig beobachtet, was sich bei KI-Technik ändert. Sie prüft neue KI-Modelle und Anbieter. Sie bringt ihre Systeme auf den neuesten Stand.

Handlungsspielraum

Alles, was ein KI-Agent in einem Use Case tun darf. Dazu gehört:

  • wie selbstständig er entscheiden darf
  • welche Aufgaben und Aktionen er ausführen darf
  • auf welche Systeme und Daten er zugreifen darf

Handlungsspielraum

Alles, was ein KI-Agent in einem Use Case tun darf. Dazu gehört:

  • wie selbstständig er entscheiden darf
  • welche Aufgaben und Aktionen er ausführen darf
  • auf welche Systeme und Daten er zugreifen darf

Assurance Tools

Prüfprogramme, die KI-Systeme automatisch kontrollieren. Sie prüfen, ob KI-Systeme sicher, fair und richtig arbeiten. Und ob sie die Regeln zum Datenschutz einhalten.

Wirkungsprofil

Eine Einschätzung, wie groß der Schaden wäre, wenn bei einem Use Case etwas schiefgeht.

Handlungsspielraum

Alles, was ein KI-Agent in einem Use Case tun darf. Dazu gehört:

  • wie selbstständig er entscheiden darf
  • welche Aufgaben und Aktionen er ausführen darf
  • auf welche Systeme und Daten er zugreifen darf

Agentenregister

Eine Liste aller KI-Agenten einer Behörde. Darin stehen zum Beispiel ihre Aufgaben, ihre Zugriffs-Rechte und verantwortliche Personen. Später soll es auch ein gemeinsames Register für alle Behörden geben.

Agentenmandat

Jeder KI-Agent hat ein Agentenmandat. Darin steht zum Beispiel:

  • welche Aufgabe der KI-Agent hat
  • was er nicht tun darf
  • an welchen Stellen ein Mensch zustimmen muss
  • welche Systeme und Programme er verwenden darf
  • welche Daten er nutzen darf

Schutzklasse

Die Schutzklasse sagt, wie streng ein KI-Agent gesichert und überwacht werden muss. Die Behörde bestimmt sie aus zwei Dingen: dem Wirkungsprofil und dem Handlungsspielraum. Je größer der mögliche Schaden und je mehr der KI-Agent darf, desto höher die Schutzklasse.

Tools (Werkzeuge)

Ein KI-Agent kann diese Zusatzprogramme oder Funktionen nutzen. Damit erledigt er bestimmte Aufgaben. Er kann zum Beispiel Abläufe planen, Dateien erstellen oder nach etwas suchen.

Autonomiegrad

Wie selbstständig ein KI-Agent entscheiden und handeln darf. Der Autonomiegrad gilt nicht für den ganzen KI-Agenten, sondern für einzelne Schritte in einem Arbeitsablauf. Je größer das Risiko bei einem Schritt und je schwerer ein Fehler dort rückgängig zu machen ist, desto weniger darf der KI-Agent allein tun.

Tools (Werkzeuge)

Ein KI-Agent kann diese Zusatzprogramme oder Funktionen nutzen. Damit erledigt er bestimmte Aufgaben. Er kann zum Beispiel Abläufe planen, Dateien erstellen oder nach etwas suchen.

KI-VO (AI Act)

Die KI-Verordnung ist ein Gesetz der EU. Sie legt Regeln für den Einsatz von KI fest. Alle müssen sich an diese Regeln halten. Die Regeln sollen dafür sorgen, dass KI sicher und fair eingesetzt wird.